Kreativlabor Siegfriedviertel feierlich eröffnet

Bereits seit einigen Jahren betreibt die Mansfeld-Löbbecke-Stiftung das sogenannte Salm-Studio im Braunschweiger Siegfriedviertel. Dort wurden bislang Kreativangebote vornehmlich für Betreute der Stiftung gemacht.
Dank einer Förderung durch die Aktion Mensch können die Angebote nun zunächst bis 2027 erheblich ausgebaut werden und adressieren fortan junge Menschen in Braunschweig im Sinne von Stadtteilarbeit, Sozialraumorientierung und kultureller Bildung. Der offizielle Auftakt wurde nun mit zahlreichen Bewohner*innen des Viertels, jungen Menschen aus der Mansfeld-Löbbecke-Stiftung, Kooperationspartnern und Unterstützer*innen gefeiert.

Kai-Peter Hain und Till Ruhe

Im Namen des Vorstands begrüßte Till Ruhe die Gäste auf dem Burgundenplatz. Er gab einen kurzen Einblick in die Entstehungsgeschichte und erklärte, warum das Siegfriedviertel aufgrund der Bevölkerungsstruktur genau der richtige Ort fürs Kreativlabor sei: „Hier leben Junge und Alte, Menschen mit unterschiedlicher Herkunft, Menschen mit und ohne Beeinträchtigung. Aber nicht alle haben eine große Wohnung mit eigenem Garten und die finanziellen Mittel, regelmäßig in den Urlaub zu fahren oder Kulturangebote zu nutzen.“ Deshalb brauche es Spiel- und Erfahrungsräume, die für jede*n zugänglich sind.
„Kreatives Schaffen ist eine Form der Kommunikation, bei der Menschen mit sich selbst und dem sozialen Umfeld in den Austausch gehen“, zitierte Ruhe die Kunstprofessorin Judith Revers. Und genau dafür sei das Kreativlabor da: Förderung der persönlichen Entwicklung und Chance zur Begegnung.

© Fotos: Philipp Ziebart

Kai-Peter Hain, Leiter des Projekts und Mitarbeiter der Mansfeld-Löbbecke-Stiftung, dankte im Anschluss den vielen engagierten Menschen und Kooperationspartnern wie dem Stadtbezirksrat, dem Braunschweiger Sozialreferat, dem Jugendzentrum B58, Siegfrieds Bürgerzentrum und der Freiwilligenagentur. Das Projekt sei nur dank des Einsatzes der verschiedenen Akteur*innen denkbar. Direkt an die Kinder, Jugendlichen und Bewohner*innen gerichtet, sprach er eine Einladung zu den zahlreichen geplanten Angeboten aus: „Kommt vorbei und macht mit. Wir freuen uns auf euch!“
Es werde regelmäßig offene Nachmittagsangebote an vier Tagen der Woche geben, die vor allem künstlerische Schwerpunkte haben. Auch die Produktion eines Podcasts zähle zu den Aktivitäten. Hinzu kämen Aktionstage wie Grafitti- und Streetartworkshops. In den Schulferien fänden Intensivwochen statt, in denen auf dem Burgundenplatz Freiluftgalerien entstehen, sportliche Aktivtäten angeboten werden und Themenwerkstätten besucht werden können. Auf www.kreativlabor-siegfriedviertel.de könne sich fortan jeder über die vielfältigen Aktionen informieren.

Bis in den frühen Abend wurde gemeinsam gefeiert. Dazu gab es Curry, Waffeln und alkoholfreie Cocktails, Leinwände zur spontanen Malerei, einen Krocket-Parkour und Livemusik der „B Hausband“.
Dank des neuen Kreativlabors der Mansfeld-Löbbecke-Stiftung, gefördert durch die Aktion Mensch, wird es auf dem Burgundenplatz auch in Zukunft so lebendig bleiben.



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