Die entscheidenden Prüfungen hatten Ben, Daline, Laura, Luana und Tristan in den letzten Wochen ganz schön ins Schwitzen gebracht – doch nach erfolgreichem Bestehen konnten sie schließlich durchatmen. Schweißtreibend waren dann nur noch die hochsommerlichen Temperaturen bei der Abschlussfeier am vergangenen Freitag.
Schulleiterin Kirsten Lehmann begrüßte Absolvent*innen, Angehörige und Freunde an der Dr. David Mansfeld-Schule in Wolfenbüttel. „Ihr seid stark! Ihr habt euch diesen Abschluss erkämpft und verdient“, richtete sie das Wort an die Protagonisten. „Ihr seid einmalig und so viel mehr als eure Noten. Heute ist euer Tag. Herzlichen Glückwunsch!“ Dass auch wichtige Bezugspersonen und eine gute Zusammenarbeit zum Erfolg beigetragen haben, brachte sie gegenüber den Gästen so zum Ausdruck: „Es waren Eltern da, die uns bedingungslos unterstützt haben; genauso Kolleginnen und Kollegen aus den Wohnangeboten der Stiftung. Danke dafür!“

Anschließend riefen die Lerngruppenleitungen die Absolvent*innen einzeln nach vorn und überreichten Zeugnisse, Geschenke und Blumen. Mit persönlichen Worten würdigten sie die Leistung. „Du hast immer gesagt, Mathe sei dein Endgegner. Jetzt hast du ihn besiegt“, freute sich Uta Heinz mit Tristan, der den Realschulabschluss feiern durfte.
Ein besonderes Geschenk gab es dann von den Mitschülern Adam und Jean-Luca: Die beiden hatten zum heutigen Anlass extra ein Lied geschrieben, das sie live vortrugen. „Endlich habt ihr euren Abschluss geschafft. Ihr habt was aus eurem Leben gemacht“, rappten sie vorm Publikum, das begeistert mitklatschte und in Hip Hop-Manier mit den Armen winkte.
Beim gemeinsamen Essen – frisch zubereitet im Foodtruck – bot sich im Anschluss Gelegenheit, zurückzuschauen und Zukunftspläne auszutauschen.

Die Mutter von Ben erzählt: „Ich bin froh, dass er das geschafft hat. Da ist auch ein bisschen Erleichterung dabei.“ Da die Familie bei Goslar wohnt, gab es vorm Umzug der Schule nach Wolfenbüttel ein paar Bedenken. „Doch Ben ist gut hier angekommen“, berichtet sein Vater. „Herr Altenkirch ist sein Lerngruppenleiter geblieben und hat ihn bei diesem Übergang eng begleitet.“ Die größte Herausforderung für Ben selbst war, sich zum Lernen für die Abschlussprüfungen zu motivieren. Doch nach seinem Lernhilfeabschluss ist der 16-Jährige bereit weiterzumachen: „Ich bleibe an der Dr. David Mansfeld-Schule und möchte nächstes Jahr den Hauptschulabschluss erreichen.“
Den hat Luana (18) schon in der Tasche. Ihre größte Motivation war der Berufswunsch: Seit einem Praktikum will sie unbedingt Rettungssanitäterin werden. Ein Ausbildungsplatz beim Rettungsdienst in Goslar wurde ihr schon zugesagt – allerdings braucht sie dafür den Führerschein. „Deshalb werde ich jetzt erstmal jobben, um das nötige Geld zu verdienen.“
Wir wünschen Luana und allen Abschlussschüler*innen, dass sie ihren Weg weiterverfolgen und ihre Träume in Erfüllung gehen.