An unserer Dr. David Mansfeld-Schule in Wolfenbüttel wurde Joann aus der 9. Klasse zur Schulsprecherin ernannt, Ben aus der 10. Klasse wurde zu ihrem Stellvertreter bestimmt. Beide waren zuvor schon als Klassensprecher*innen engagiert und haben schon etwas Erfahrung in der Schülervertretung.

Die Schülerversammlung hat die beiden für das laufende Schuljahr gewählt. Für Joann ist regelmäßige Beteiligung ein wichtiger Bestandteil des Schulalltags: „Die Schülerversammlung kommt zweimal im Monat zusammen.“ Als Sprecherin möchte die 14-Jährige die Themen und Wünsche der Kinder und Jugendlichen auch über die Schulgemeinschaft hinaus vertreten. „Ich werde unsere Anliegen zum Beispiel beim Vorstand der Stiftung ansprechen“, sagt sie.
Schon vor dem ersten Treffen haben Joann und Ben Themen gesammelt und schriftlich eingereicht. Dabei geht es unter anderem um die Pausengestaltung und die Planung von Klassenfahrten. Die Schulsprecher*innen übernehmen damit eine wichtige Vermittlerrolle: Sie bringen die Interessen ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler in Gespräche mit Verantwortlichen ein und können Informationen zurück in die Schülerschaft tragen.
Partizipation und politische Bildung haben einen hohen Stellenwert an unserer Schule. Junge Menschen lernen, eigene Anliegen zu formulieren, gemeinsam nach Lösungen zu suchen und Verantwortung zu übernehmen. Gerade Schule ist dafür ein wichtiger Ort: Demokratie wird nicht nur im Unterricht vermittelt, sondern kann im täglichen Miteinander praktisch erfahren werden. Dazu passt auch das Engagement im Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Die Mitgliedschaft steht für die Bereitschaft, sich mit gesellschaftlichen Fragen auseinanderzusetzen und sich für ein respektvolles und diskriminierungsfreies Miteinander einzusetzen.
Hier noch etwas zu den neuen Schulsprecher*innen: Joann lebt in einem Wohnangebot der Stiftung in Wolfenbüttel und besucht die Förderschule seit 2023. In ihrer Freizeit fährt sie gerne Schlittschuh, beschäftigt sich aber auch mit gesellschaftlichen Themen. Insbesondere Menschenrechte und Tierschutz liegen ihr am Herzen. Ben ist ebenfalls politisch interessiert. Bei den niedersächsischen Kommunalwahlen im September hat er erstmals seine Stimme abgegeben. „Ich finde wichtig, dass auch junge Menschen wählen dürfen“, erklärt der 16-Jährige, der mit seinen Eltern im Landkreis Goslar wohnt und Mitglied im Schützenverein ist.