Ein Gipfeltreffen der Jugendhilfe – die Stiftung mittendrin

Der 18. Deutsche Kinder- und Jugendhilfetag fand vom 13. – 15. Mai 2025 in den Leipziger Messehallen statt – mit gut 400 Messeständen und ebenso vielen Fachveranstaltungen. Beim größten Branchentreffen der Kinder- und Jugendhilfe in Europa wurden mehr als 30.000 Besucher*innen gezählt. Die Themen umfassten Handlungsfelder von der frühen Bildung über Hilfen zur Erziehung und Eingliederungshilfe bis zur Kinder- und Jugendarbeit. Natürlich war auch die Mansfeld-Löbbecke-Stiftung vertreten.

Die Stiftung zeigte sich mit ihrem vielfältigen Leistungsspektrum im Bereich Wohnen sowie den ergänzenden Angeboten. Ob im Gespräch vor dem interaktiven Touchscreen oder beim virtuellen Einblick mit der VR-Brille: Am Stand der Stiftung wurden neue Kontakte geknüpft und Beziehungen zu langjährigen Kooperationspartnern vertieft. Zahlreiche Vertreter*innen von Jugendämtern aus dem gesamten Bundesgebiet informierten sich etwa über die Wohnangebote und konzeptionelle Schwerpunkte.

So wie Marco Schmitz aus Salzgitter, der bereits des Öfteren junge Menschen in die Betreuung der MLS vermittelt hat. Fragen wie diese haben ihn zum Besuch des Jugendhilfetags bewegt: »Was sind die aktuellen Themen der Jugendhilfe – auch in anderen Bundesländern? Und was haben die freien Träger zu bieten?« Zu ganz konkreten Fragestellungen machte er sich zum Beispiel am Stand des Ganztagsschulverbandes schlau. Um dem ab August 2026 geltenden Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung gerecht werden zu können, entwickelt Schmitz als Leiter des Fachdienstes Kinder, Jugend und Familie der Stadt Salzgitter Konzepte zur Umsetzung in seinem Verantwortungsbereich.

Die Mansfeld-Löbbecke-Stiftung war mit vier Mitarbeitenden aus Verwaltung und Wohnen in Leipzig vertreten. Nicht nur am eigenen Stand, sondern auch in themenspezifischen Vorträgen, Foren und Diskussionen suchten sie den fachlichen Austausch und nahmen wertvolle Anregungen mit – zum Beispiel zur Entwicklung inklusiver SGB VIII-Angebote oder den Potentialen von Künstlicher Intelligenz in der Sozialen Arbeit. Auch die Veranstalter der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe zogen ein positives Fazit. Vorsitzende Prof. Dr. Karin Böllert: »Von diesem Gipfel ist ein starkes Signal ausgegangen: Nämlich, dass wir trotz aller Krisen mit großer Zuversicht in die Zukunft schauen. Wir haben gezeigt, wie stark wir sind und welchen Beitrag wir zur gesellschaftlichen Stabilität und Demokratiebildung leisten.«

Stimmen der Teilnehmer*innen

Von links: Lynn Rossié, Till Ruhe, Daniel Kiene, Kai Seefeld

»In Leipzig präsentierte sich die Jugendhilfelandschaft in ihrer ganzen Breite von ambulanten und stationären Hilfen sowie Bildungs-, Beratungs- und Präventionsangeboten. Mit Blick auf die Zukunft wurden Bedarfe und Entwicklungen diskutiert – in pädagogischer, struktureller sowie finanzieller Hinsicht.« (Till Ruhe, Vorstandsassistent in der MLS)

»Das waren bereichernde Tage! Ich hatte die Chance, verschiedenste Berufskolleg*innen kennenzulernen und zu erfahren, wie andere Träger und Einrichtungen mit den vielfältigen Herausforderungen in der Kinder- und Jugendhilfe umgehen. Ich habe gute Gespräche geführt und interessante Fachvorträge aus einem breiten Themenspektrum gehört. Dabei gab es ganz viel neuen Input, so dass wir Impulse für den Arbeitsalltag mitnehmen konnten.« (Lynn Rossié, Gruppenleitung in der MLS)

»Wir waren mit unzähligen Menschen im Kontakt und haben uns intensiv ausgetauscht. Die vielen Fachvorträge, Panels und Workshops waren hilfreich, um neue Perspektiven für den Blick auf unsere alltägliche Arbeit zu entwickeln. Knüpfen und Pflegen von Kontakten auf Veranstaltungen dieser Art sind unheimlich wertvoll für die eigene Weiterentwicklung und eine Investition in Zukunftsfähigkeit.« (Kai Seefeld, Kinderschutzfachkraft in der MLS)